Date:April 16, 2015

Nachhaltig durch Schulung

Betriebliche Untersuchung von verschiedenen Fahrplankonzepten auf der Weststrecke in Österreich

Kunde: ÖBB-Infrastruktur AG
Projektzeitraum: Juni – August 2010

Ausgangslage
Die ÖBB-Infrastruktur AG nutzt RailSys erfolgreich für die Bearbeitung verschiedener Aufgabenstellungen, wie beispielsweise die Baubetriebsplanung oder die Erstellung des La-Heftes. Aus diesem Grund ist das vollständige Infrastrukturnetz bereits in RailSys vorhanden und wird tagesaktuell gepflegt.

Es besteht des Weiteren die Möglichkeit, Schnittstellen zu anderen Systemen zu nutzen und Fahrplandaten vollständig und verlustfrei in RailSys zu importieren. Diese Schnittstellen können auch extra geschaffen werden.

Herausforderung
Im Zuge dieser Untersuchung soll als Pilotprojekt die Nutzbarkeit der beschriebenen Daten im Rahmen betrieblicher Planungen und Simulationsuntersuchungen zur Machbarkeit von Fahrplankonzepten getestet werden.

Dabei ist es wichtig, die Mitarbeiter der ÖBB-Infrastruktur AG miteinzubeziehen, sodass sie gleichzeitig ihr Wissen zur Anwendung von RailSys verbessern können.

Strategie
Da sich die Untersuchungen auf den Zeithorizont 2011 konzentrieren, geht es zunächst darum, alle Daten für das Jahr 2011 in RailSys zu erfassen. Dabei handelt es sich insbesondere um Baumaßnahmen und Fahrplandaten, die aus einem anderen System importiert wurden.

Mit den vorhandenen Daten werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Diese dienen dazu, die Konfliktpotenziale, Schwachstellen und Engpässe, die sich im täglichen Betrieb der Eisenbahn ergeben, schnell und effizient zu ermitteln.

Die Ergebnisse werden genutzt, um Lösungsvorschläge zur Qualitätssicherung mit verbesserter Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit zu erarbeiten. Konfliktfreie Fahrpläne werden erstellt, analysiert und auf ihre Wirksamkeit geprüft. Darüber hinaus werden freie Kapazitäten für den Güterverkehr ermittelt.

Zur Feststellung des Kapazitätsverbrauchs wird das in RailSys implementierte Verfahren der Kapazitätsberechnung nach UIC-Merkblatt 406 angewendet.

Betriebssimulationen erlauben die Bewertung der Fahrplanstabilität aller untersuchten Betriebsvarianten, um die Lösung mit den besten Bewertungskenngrößen herauszustellen.

Ergebnis
Als Ergebnis konnte nachgewiesen werden, ob einzelne Verkehre durchführbar und ggf. freie Trassen für den Güterverkehr vorhanden sind. Wo Fahrzeitverluste durch Nutzungseinschränkungen entstanden, wurden diese ausgewiesen. Die Fahrplanstabilität wurde bewertet

Doch war dies nicht das einzige Ziel des Projekts: Es ging auch darum, die Aufgabenstellung und die durchweg gute Zusammenarbeit vor Ort zu nutzen, um die Mitarbeiter der ÖBB-Infrastruktur AG vertiefend zu schulen. Dadurch wurde eine Nachhaltigkeit erreicht, wie wir sie für unsere Projekte anstreben.